Matthias Ehrhold aus Ellrich ist neuer Kreisvorsitzender der SPD

Veröffentlicht am 09.06.2015 in Parteileben

Samstagvormittag waren die Mitglieder der SPD des Landkreises Nordhausen in der Friedenseiche in Salza zusammengekommen. Sie mussten nach dem Rücktritt der Vorsitzenden Dagmar Becker eine neue Spitze wählen.

Arndt Schelenhaus aus Nordhausen und der Ellricher Bürgermeister Matthias Ehrhold traten für den Kreisvorsitz an. In der geheimen Abstimmung setzte sich Ehrhold mit 17 Stimmen durch. Schelenhaus kam auf 15 Stimmen.

Joachim Leßner aus Wipperdorf und Matthias Jendricke verzichteten daraufhin darauf, für den stellvertretenden Vorsitz zu kandidieren, um Arndt Schelenhaus diese Stelle zu überlassen.

Als weitere Stellvertreterinnen fungieren künftig Corinna Appenrodt aus Neustadt und Anika Gruner aus Nordhausen. Bettina Ahlers wurde Schatzmeisterin. Helga Uhl, Winfried Theuerkauf, Matthias Jendricke und Reiner Schumann sind gewählt als Beisitzer des Vorstandes.

Die SPD steht noch unter dem Eindruck der gewonnenen Landratswahl, hat bei den restlichen Wahlen in der jüngsten Vergangenheit unterschiedlich abgeschnitten. In den vergangenen Jahren verlor die Partei aber auch 24 Mitglieder. 165 Südharzer sind in der SPD, vor zwei Jahren waren es 189. 25 Todesfällen, acht Austritten und acht Wegzügen stehen 20 Eintritte und vier Herzüge gegenüber.

Verabschiedet wurde Doris Apel als "Finanzministerin" der SPD Nordhausen. Sie verabschiedete sich mit einem Plus in der Kasse, trotz erheblicher Aufwendungen für die Wahlen.

Ebenso verabschiedet wurde die Kreisvorsitzende Dagmar Becker. [...]

In ihren Vorstellungen kündigten die beiden Kandidaten an, die SPD stärken zu wollen. Ehrhold bezog sich dabei auf die Mitgliedergewinnung, Schelenhaus auf die Stärkung der Ortsverbände. "Wir müssen alle an einem Strang ziehen", mahnte Schelenhaus. Das sei oft, aber nicht immer so. Zum Thema Gebietsreform empfahl er, möglichst gut vorzuarbeiten, um nicht vom Land zu etwas gezwungen zu werden, was man weniger wolle, etwa eine Fusion mit dem Eichsfeldkreis. Letzteres schloss auch Dagmar Becker aus.

Schelenhaus ging auch auf die Gerüchte ein, er wolle unbedingt Bürgermeister in Nordhausen werden. Das schloss er auch nicht aus.

Als alarmierend bezeichnete Barbara Rinke die rückläufigen Mitgliederzahlen. "Wir müssen an unseren Strukturen arbeiten", appellierte sie an die Mitglieder. "Und wir können nicht die Hand heben, wenn in Nordhausen alle sozialen Strukturen zerschlagen werden sollen." Damit war man bei den Problemen der Kreisstadt angekommen. Andreas Wieninger diagnostizierte, dass eine Haushaltsgesundung, wie der Oberbürgermeister sie propagiere, nicht annäherend zu erkennen sein. Er sprach die Schließung des Seniorenbegegnungszentrums an, das Krematorium, das Regenbogenhaus, die Jugendarbeit. Auf allen Feldern gehe es nur noch rückwärts. Derweil auf der Einnahmeseite nichts passiere: die Betreibung des Cafés im Bürgerhaus, Neuauschreibung der Flächen am Rüdigsdorfer Weg. Der jetzt vorgelegte Haushalt sei in weiten Teilen unsozial. Daher der wachsende soziale Unfriede in der Stadt. Diese Woche hatten viele Kinder und Bürger im Stadtrat protestiert. Die SPD müsse sich genau für diese Interessen einsetzen.

Einen Rundumschlag zu Landes-, Kreis- und Stadtpolitik erlaubte sich Landrat Matthias Jendricke. Er werde viele Probleme nicht lösen können, weil sie nicht in seiner Zuständigkeit seien. Aber er stehe zu seinem Anliegen, soziale wie sportliche Vereine zu unterstützen.

Ein Punkt schien ihm besonders wichtig: Anders als es immer dargestellt werde, habe man unter Barbara Rinke einen Überschuss erwirtschaftet, auch mit der doppischen Haushaltsführung. Als Rinke aufgehört habe, seien in der Kasse eine Million Euro gewesen. Zudem gab es 40 Millionen Euro an Investitionskrediten. Dieses Geld habe man in Schulen gesteckt, keinesfalls nur in das Bürgerhaus. Andere Städte hätten die gleichen Schulden, aber noch unsanierte Schulen. Daher laufe die aktuelle Debatte völlig verquer. Die Wahrheit sei, die Mehrheit im Stadtrat wolle die Unternehmen nicht weiter belasten, dafür aber die Bürger.

Unsere langjährige Kreisvorsitzende Dagmar Becker ist offiziell verabschiedet worden. Dazu gab es die obligatorischen Blumen und von Arndt Schelenhaus eine Zeichnung von Herbert Wehner.

Thomas Müller / 30.05.15 / TA
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